Markus A. Langer

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Kardinal Schönborn tauscht Purpur gegen Rapid-Grün

Kardinal Christoph Schönborn trägt ein grünes Rapid-Trikot mit der Rückennummer 10 und seinem Namen, während er mit mehreren Männern in einem festlichen Raum ins Gespräch kommt.© Markus A. Langer
Martin Wiesauer (Geschäftsführer Kategoriale Seelsorge), Rapid-Stadionmanager Harry Gartler, Kardinal Christoph Schönborn, Rapid-Geschäftsführer Christoph Peschek, Rapid-Seelsorger Christoph Pelczar

Schönborn tauscht Purpur gegen Rapid-Grün

Die 10 gilt im Fußball als Spielernummer des Regisseurs. Herbert Prohaska oder Diego Maradona haben diese Trikotnummer getragen. Und jetzt auch Kardinal Christoph Schönborn. Rapid-Geschäftsführer Christoph Peschek überreichte es dem laut eigenem Bekenntnis „schlechtesten Fußballer“ seiner Klasse im Erzbischöflichen Palais. Dass Rapid von Fans fast als Religion betrachtet wird, schließt eine Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche nicht aus. Im neuen Allianz-Stadion der Rapidler, das am 16. Juli mit einem Match gegen Chelsea eröffnet wird, ist neben VIP-Lounges ein Andachtsraum eingerichtet. Den gab es nicht einmal auf der früheren Pfarrwiese. Schönborn lobte die Initiative als ist vorbildlich. Und weiter: „Rapid ist Vorreiter in vieler Hinsicht und in diesem Fall.“ Seine Fußballkenntnisse scheinen nicht allzu tief zu reichen. „Es ist ein spannendes Spiel. Es gibt Fouls, Niederlagen“, meinte er. Das Wichtigste sei, dabei zu sein und fair zu spielen. „Und ich denke, da können wir in der Kirche auch manches vom Fußball lernen“, so Schönborn kryptisch.
[Die Presse, 24. Juni 2016, S. 14]